Aufwand

Da wir häufig von Besuchern darauf angesprochen werden, wie lange etwas dauert herzustellen, gibt es hier einige Infos dazu:

Brettchenweben:
Das aufwendigste am Brettchenweben ist, wie beim normalen Weben auch, die Planung, das Schären und Aufziehen. Das Weben an sich ist anschließend die Belohnung für die Mühen vorher. Je kleinlicher und genauer man vorher war, desto besser läßt es sich weben und desto besser ist das Ergebnis.
Für ein einfaches, aber nicht historisches Einzugsmuster benötigt man mit Häkelgarn ca. 45 min für einen Meter Band. Bei einem komplizierten keltischen Muster in aufwendiger Technik mit feinem Garn schafft man in der gleichen Zeit lediglich 10 cm.

Spinnen:
Beim Spinnen kommt es sehr auf das Ausgangsmaterial und die Garnstärke an. Mit der Handspindel dauert es erheblich länger als mit einem (nicht historisch korrektem) Spinnrad.  Für eine Spule grobes Garn (Lauflänge ca. 200 m/100g) wird ca. 1,5 bis 2 Stunden benötigt. Mit der Handspindel schafft man meist in der gleichen Zeit maximal die Hälfte.

Färben:
Hat man die Färbedroge bereits gesammelt und vorbereitet, kann man mit dem Beizen und Färben loslegen. Dazu wird die Wolle zum Beizen gekocht und vorsichtig wieder abgekühlt. Anschließend wird die Wolle im Farbsud je nach Rezept wiederum gekocht. Je nach Menge kann hierfür der zeitliche Aufwand stark variieren. Ist es z.B. sehr windig dauert es länger die Hitze im Topf zu erzeugen.

Nähen:
Im Mittelalter und bei den Germanen gab es keine Nähmaschine. Das Nähen mit der Hand dauert entsprechend länger. Für ein Kleid mit vielen Geren (Keile) benötigt man mehr Zeit als für eine germanische Tunika.

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